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Reisehinweise zu Namibia
Dieses Dokument soll Euch bei der Vorbereitung einer Reise nach Namibia helfen. Die Informationen stammen aus eigenen Erfahrungen anläßlich meiner Reisen im September 1996 und im November 1998 sowie aus vielen E-Mails die mich von Namibiakennern erreicht haben.
  • Zur Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepaß benötigt, ein Visum ist bei der Kontrolle kostenlos erhältlich
  • Amtssprache ist Englisch, allerdings wird man als Weißer in Allgemeinen in Afrikaans angesprochen (d. h. es ist nicht falsch etwas Niederländisch zu sprechen), der Anteil der deutschsprechenden Bevölkerung geht immer mehr zurück, ist aber in Windhoek, Lüderitz und Swakopmund noch sehr verbreitet
  • In Namibia wird ein 220V-Stromnetz verwendet, allerdings sind Adapter notwendig, die man am besten vor Ort kauft (10 bis 20 N$), da diese auch in Namibia in größerer Zahl zum Betreiben von Computertechnik verwendet werden. Im Auto kann die normale europäische Technik verwendet werden.
  • Bezahlt werden kann fast überall mit den gängigen Kreditkarten (MC/Visa). Eine wichtige Ausnahme sind aber die Tankstellen: Dort ist fast überall nur mit Bargeld weiterzukommen, daher gut überlegen, was man mit den 2000 N$, welche man maximal einführen darf, anstellt. Reiseschecks werden problemlos von den Banken angenommen. In Deutschland kauft man am besten südafrikanische Rand (ZAR), da die meist billiger als Namib-Dollar zu bekommen sind und genauso akzeptiert werden. Euro-Banknoten werden von allen Banken problemlos in Namib-$ gewechselt.
  • Telefonieren nach Deutschland ist an den meisten öffentlichen Fernsprechern möglich, allerdings sollte man dabei zu zweit sein, da man gar nicht so schnell Geld nachwerfen bzw. die Telefonkarten (10, 20 und 50 N$) austauschen kann. Die Zugangsnummer zum internationalen Netz ist 00. In Namibia gibt es zwei Mobilfunknetze nach GSM-Standard: MTC und Cell One. Sollte man sich längere Zeit im Land aufhalten ist die Anschaffung einer entsprechende PrePaid-Karte sicherlich nicht falsch
  • Impfungen sind zur Zeit nicht vorgeschrieben, doch es empfiehlt sich eine Malariaprophylaxe.
  • Für Selbstfahrer wird ein internationaler Führerschein empfohlen (wird bei Anmietung in Südafrika unbedingt benötigt!). Es wird wie auch in Südafrika links gefahren. Bei den meisten Autoverleihfirmen müssen die Fahrer mindestens 21, teilweise sogar 25 Jahre, alt sein.
  • Stop-SchildEine Besonderheit ist das STOP-Schild mit einer darunter angezeigten Ziffer '4' - es informiert den Fahrer darüber, dass an allen Straßen dieser Kreuzung ein STOP-Schild zeigen, man schaut sich um und verständigt sich per Blickkontakt, wer zuerst fährt.
  • In den Küstenregionen sieht man öfters das Warnschild 'Sand', dies sollte man ernst nehmen und auf eventuelle Sandverwehungen auf der Straße gefaßt sein.
  • Plant nach Möglichkeit mindestens zwei Fahrer ein. Es ist empfehlenswert nach etwa drei Fahrstunden zu wechseln!
  • Vermeidet Fahrstrecken von mehr als 400 km pro Tag, es gibt genügend Übernachtungsmöglichkeiten!
  • Da es in Namibia sehr schnell dunkel wird, sollte man rechtzeitig vor Sonnenuntergang am gewünschten Zielort ankommen, da man im Dunkeln evtl. Probleme beim Zeltaufbau bekommen kann. (Außerdem schliessen die meisten Büros mit Sonnenuntergang)
  • Meidet einen Besuch der "Großstädte" an Sonntagen, denn dann ist dort nix los!
  • Wenn man das Auto in Südafrika mietet, spart man zwar eine Menge Geld, aber man verschenkt auch mindestens zwei Urlaubstage (jeweils rund 1000 km Fahrstrecke!).
  • Achtet unbedingt darauf, dass ihr ein zweites Reserverrad bekommt und wenn es euch dann treffen sollte, unbedingt fuer Ersatz für das defekte sorgen: wir haben 2005 in drei Wochen 4 Stück verbraucht
  • Für die größeren Orte mindestens zwei Übernachtungen einplanen.
  • Wenn man sich auf Grund der teilweise sehr kalten Nächte dazu entscheidet, in einem Bungalow zu übernachten, sollte man ALLES aus dem Auto räumen! (sonst kümmern sich eventuell andere darum)
  • Mit der Verpflegung gibt es im Allgemeinem keine Schwierigkeiten: in den großeren Orten gibt es Supermärkte, die ein ausreichendes Angebot führen. Waren aus deutschen Landen gehören in der Regel dazu! Gekocht wird eigentlich überall nach gutbürgerlich-deutscher Küche. Und ein Bier nach deutschem Reinheitsgebot (Windhoek/Tafel) gehört natürlich dazu.
  • Straßentor im IndustriedreieckAch ja: wer sich wie ein Tourist benimmt (z.B. die 'supersicher' Gürteltasche fürs Geld, irgendwo in einem Provinzstädtchen im Auto mit offenen Türen im Reiseführer blättern ...), der wird auch als solcher behandelt ...
  • Besonders auf der Fahrt von der Etosha-Pfanne zum Waterberg gibt es mehrere Tore, welche selbst auf- und zugemacht werden müssen, also vorsichtig fahren!
  • Bei den in den Weg eingebauten Gattern sollte man nicht zu langsam fahren, mindestens 30 km/h sind zu empfehlen.
© Erik Reuter 1996, 2005 - Letzte Aktualisierung 31/07/2017, 10:38 Uhr - Impressum