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Lüderitz
FelsenkircheDas Gebiet des heutigen Lüderitz wurde erstmals 1488 von Bartholomeu Diaz besucht. In der Lüderitzbucht machte er eine fünftägige Pause wegen schlechten Wetters. Das am Diaz-Point errichtet Steinkreuz widmete er dem Heiligen Jacobus. Wer den Diaz-Point nicht nur von der Landseite sehen will, kann morgens gegen 8 Uhr einen Ausflug mit dem Segelschoner "Sedina" machen, er wird von den deutschstämmigen Ehepaar Gaby und Manfred Wedel gesteuert (in der Zwischenzeit sind die beiden Namibier geworden). Zwischen 1974 und 77 haben die beiden eine Weltumseglung mit einem gleichnamigen Boot gemacht. Bei guten Wetter wird die Fahrt gegen einen kleinen Aufpreis bis zur Halifax-Insel verlängert, wo man Pinguine beobachten kann. Eine nicht einfach zu lösende Aufgabe während der Fahrt, ist der Versuch einen der vielen Delphine auf ein Foto zu bannen.
Im Mai 1883 erwarb Adolf Lüderitz diese Gebiet im Umkreis von 5 Meilen um die Bucht. Im Jahre 1885 wurde die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika gegründet, welche das Land von Lüderitz erwarb. Da der Hafen wegen seiner geringen Tiefe für größere Schiffe ungeeignet war, wuchs der Ort in den nächsten Jahren nur langsam. 1904 landeten hier Truppen, welche im Kampf gegen die Nama eingesetzt wurden. Die Bahnstrecke nach interner LinkKeetmanshoop wurde 1908 fertiggestellt und sollte für die weitere Entwicklung noch eine große Rolle spielen:
Der Bahnmeister August Strauch fand die ersten Diamanten im Wüstensand. Dies war der Beginn des Diamantenfiebers in Namibia. Die 'Geisterstadt' Kolmanskuppe ist der Überrest dieser vor dem ersten Weltkrieg in der Nähe von Lüderitz ansässigen Diamantenwirtschaft. Heute wird am südlichen Ende von Namibia in Oranjemund nach Diamanten gesucht. KolmankuppeBesucht werden kann Kolmanskuppe montags bis samstags um 9:30 und um 10:45 Uhr. Permits gibt es bei Lüderitz Safari und Tours in der Bismarkstraße. Nach einer Führung kann man sich selbst auf Kolmankuppe dem Gelände umsehen, allerdings sollte man nicht mehr damit rechnen, noch Diamanten zu finden. Lüderitz Safaris und Tours bieten auch Ausflüge in den noch gespenstiger wirkenden Ort Elisabethbucht und zum Bogenfelsen an. Man sollte tunlichst vermeiden, ohne entsprechende Papiere in das Diamantensperrgebiet zu fahren, da man sich damit eine Menge Ärger einhandeln kann.
Die ev. Felsenkirche wurde 1912 im neugothischen Stil erbaut. Besonders beeindruckend sind die bleiverglasten Fenster. Besichtigungen sind täglich zwischen 18:00 und 18:30 Uhr möglich. Individuelle Termine können mit Herrn Schröder (Tel. 2381) abgesprochen werden. Es gibt aber auch noch andere sehenswerte Gebäude in der Stadt, so das Wöhrmannhaus (welches auch besichtigt werden kann), die Turnhalle des örtlichen Sportvereines, das Postamt (heute Fremdenverkehrsbüro) und der alte Bahnhof.
am DiazpointUm sich über die Geschichte der Region zu informieren ist ein Besuch des Museums unbedingt mit einzuplanen. Es öffnet von Montag bis Samstag um halb fünf abends und ist in der Diazstraße zu finden.
Druckversion © Erik Reuter 1996, 2009 - Letzte Aktualisierung 09/06/2017, 16:40 Uhr - Impressum